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Rohmaterial

Die natürlichen Kiesvorkommen sind ein Gemisch aus Kies, Sand und Feinanteilen in unterschiedlichsten Korngrössen, das geologisch als Schotter bezeichnet wird. Sand und Kies sind in der Schweiz in grossen Mengen vorhanden. In vielen Fällen aber wird der Materialabbau aufgrund anderweitiger Nutzungsansprüche durch Vorschriften eingeschränkt oder verunmöglicht, beispielsweise bei Waldgebieten, Bauland oder beim Grundwasserschutz.

Verarbeitung

Das abgebaute Rohmaterial wird gewaschen und nach Korngrösse sortiert (Sortierungsraster: 0–4 mm, 4–8 mm, 8–16 mm, 16–32 mm und 32–50 mm). Anschliessend werden die aufbereiteten Rohmaterialien zur Abgabe als Betonkies nach Korngrössen dosiert (0–16 mm, 0–32 mm und 0–50 mm). Grobe Steine werden gebrochen und aufgeteilt in die Splitt- und Schottersorten 0–3 mm, 3–6 mm, 6–11 mm, 11–16 mm, 16–22 mm, 22–32 mm und 32–63 mm.

Die weitaus grössten Kies- und Sandmengen werden als Zuschlagstoffe für Beton verwendet. Beton ist ein Gemisch aus Kies, Sand, Zement und Wasser. Weitere bedeutende Mengen von Sand und Kies sowie aus Grobkies gebrochener Splitt finden als Hauptwerkstoff im Strassenbau Verwendung.

Fördermengen

Weltweit gesehen liegen Sand und Kies als meistgeförderte Rohstoffe klar an der Spitze. In der Schweiz verbraucht jeder Einwohner jährlich ca. eine Lastwagenladung (2-Achser) Kies. Nach Marktwert geordnet folgen Sand und Kies unmittelbar nach den Energieträgern Öl, Kohle und Erdgas an vierter Stelle. Die Gewinnung von Steinen und Erden ist die einzige bedeutende Abbautätigkeit in unserem Land. Als wichtigster  Zulieferant der Bauwirtschaft zählt die Sand-, Kies- und Betonbranche damit zu den existenzsichernden Bereichen der Schweizerischen Volkswirtschaft.

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